Willkommen auf
Sohland-Rotstein.de
Für Bewohner, Gäste und Leute mit Heimweh.
weiter
Sohland am Rotstein
Im Hintergrund: Sohland am Rotstein von oben 2018. Ein lebendiges Dorf in der Oberlausitz.

Starkregen auf dem Grundstück – Wasser zurückhalten und Flächen entsiegeln

Wenn in kurzer Zeit sehr viel Wasser fällt

Starkregen kann innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen bringen. Straßen, Wege, Höfe und Grundstücke können das Wasser dann nicht immer schnell genug aufnehmen oder ableiten.

Auch in Sohland am Rotstein kennen wir solche Situationen. Gerade bei kräftigen Niederschlägen wird schnell sichtbar, wo Wasser abfließt, wo es sich sammelt und welche Bereiche eines Grundstücks besonders betroffen sein können.

Die größeren Zusammenhänge zwischen Wasser, Wetter und Klimawandel behandeln wir bereits an anderer Stelle. Hier soll es deshalb vor allem um eine praktische Frage gehen: Was kann auf dem eigenen Grundstück helfen, Regenwasser aufzunehmen, zurückzuhalten oder kontrolliert weiterzuleiten?

Starkregen auf dem Grundstück

Starkregen lässt sich nicht verhindern – aber Grundstücke können so gestaltet werden, dass Wasser langsamer abfließt, zwischengespeichert wird und mehr Raum zum Versickern bekommt. Entsiegelte Flächen, Mulden und Rückhaltespeicher können dabei sinnvoll zusammenspielen.

Mehr zum Zusammenhang von Wasser und Klimawandel →

Das eigene Grundstück einmal mit den Augen des Wassers betrachten

Bei Starkregen folgt Wasser zunächst dem Gelände. Es läuft über Dächer, Wege, Einfahrten und befestigte Flächen und sammelt sich häufig an tiefer liegenden Stellen.

Deshalb kann es hilfreich sein, das Grundstück einmal ganz bewusst zu betrachten:

Manchmal lassen sich bereits daraus einfache Möglichkeiten zur Verbesserung erkennen.

Versiegelte Flächen lassen Wasser schneller abfließen

Auf Asphalt, Beton oder dicht verlegtem Pflaster kann Regenwasser kaum versickern. Je größer solche Flächen sind, desto mehr Wasser fließt bei starkem Regen gleichzeitig ab.

Das bedeutet nicht, dass jede befestigte Fläche problematisch ist. Zufahrten, Wege oder Stellplätze werden schließlich benötigt. Es kann sich aber lohnen zu prüfen, ob wirklich jede Fläche vollständig dicht sein muss.

Manche Bereiche können beispielsweise mit wasserdurchlässigem Pflaster, breiteren Fugen, Rasengittersteinen oder anderen versickerungsfähigen Oberflächen gestaltet werden.

Entsiegeln, wo es sinnvoll ist

Auch kleinere Veränderungen können dazu beitragen, dass Regenwasser wieder direkt in den Boden gelangen kann.

Vielleicht wird eine vollständig gepflasterte Fläche nicht mehr benötigt. Vielleicht lässt sich ein Weg schmaler gestalten oder ein Teil einer Hoffläche begrünen.

Dabei muss nicht gleich der gesamte Hof umgebaut werden. Oft geht es vielmehr darum, einzelne Flächen zu finden, bei denen eine weniger dichte Gestaltung praktikabel ist.

Wasser darf auch einmal stehen bleiben

Nicht jedes Regenwasser muss sofort über Rohre und Abläufe verschwinden. Auf geeigneten Grundstücken können flache Mulden oder begrünte Bereiche Wasser vorübergehend aufnehmen.

Dort kann es langsam in den Boden versickern oder nach und nach verdunsten.

Solche Flächen können ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal genügt bereits eine leichte Geländemulde im Rasen. An anderer Stelle kann eine bewusst angelegte Versickerungsfläche sinnvoll sein.

Ob und wie gut Wasser versickern kann, hängt allerdings stark vom Boden und vom jeweiligen Standort ab.

Regenwasser zurückhalten

Neben der Versickerung kann auch das Speichern von Regenwasser eine Möglichkeit sein.

Kleinere Regentonnen eignen sich vor allem für die Gartenbewässerung. Bei größeren Dachflächen kommen auch unterirdische Zisternen infrage, die deutlich größere Wassermengen aufnehmen können.

Ein solcher Speicher kann Regenwasser für trockene Zeiten bereitstellen und gleichzeitig dazu beitragen, dass nicht die gesamte Wassermenge unmittelbar abfließt. Regenwasser sammeln und sinnvoll nutzen →

Große Bodenzisternen können zusätzlichen Rückhalt schaffen

Unterirdische Zisternen bieten die Möglichkeit, größere Mengen Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu speichern.

Dabei gibt es unterschiedliche Konzepte. Eine klassische Zisterne dient vor allem dazu, Wasser zu sammeln und später beispielsweise für die Gartenbewässerung zu nutzen.

Bei einer Rückhaltezisterne wird zusätzlich ein bestimmter Speicherbereich freigehalten. Dieser kann bei starkem Regen Wasser aufnehmen und anschließend zeitlich verzögert wieder abgeben.

Damit kann eine Zisterne nicht nur Wasser speichern, sondern auch eine Rolle bei der Starkregenvorsorge spielen.

Welche Größe und Ausführung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Dachfläche, Grundstück, Bodenverhältnissen und dem vorgesehenen Überlauf ab. Bei größeren Anlagen lohnt sich deshalb eine fachkundige Planung.

Was kostet eine Bodenzisterne?

Die Kosten für eine unterirdische Zisterne können sehr unterschiedlich ausfallen. Entscheidend ist nicht nur der Preis des eigentlichen Behälters.

Auch Aushub, Transport, Einbau, Rohrleitungen, Anschlüsse, Pumpentechnik und die Gestaltung des Überlaufs können einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Bei größeren Anlagen oder schwierigen Bodenverhältnissen können deshalb schnell mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Rückhaltezisternen oder Anlagen mit zusätzlicher Technik können entsprechend aufwendiger sein.

Wer eine Zisterne plant, kann deshalb mehrere Angebote vergleichen und darauf achten, dass nicht nur der Behälterpreis, sondern möglichst die komplette Anlage berücksichtigt wird.

Interessant ist dabei auch die Frage, welchen zusätzlichen Nutzen der Speicher bietet. Neben dem Rückhalt bei starken Niederschlägen kann gespeichertes Regenwasser beispielsweise für die Gartenbewässerung genutzt werden.

Der Überlauf gehört zur Planung dazu

Jeder Speicher kann irgendwann voll sein. Deshalb ist die Frage wichtig, was mit weiterem Regenwasser passiert, wenn Regentonne oder Zisterne ihre maximale Kapazität erreicht haben.

Ein sinnvoll geplanter Überlauf kann das Wasser beispielsweise zu einer geeigneten Versickerungsfläche oder in einen dafür vorgesehenen Bereich führen.

Entscheidend ist, dass Wasser möglichst nicht unkontrolliert zum Gebäude oder auf benachbarte Grundstücke geleitet wird.

Besonders auf tiefe Bereiche achten

Kellerabgänge, Lichtschächte, Garageneinfahrten und tiefer liegende Türen können bei Starkregen zu Schwachstellen werden.

Wenn Oberflächenwasser dorthin fließt, können bereits vergleichsweise kleine Wassermengen problematisch werden.

Deshalb kann es sinnvoll sein zu prüfen, ob Gefälle, kleine Schwellen, Abdeckungen oder andere bauliche Lösungen verhindern können, dass Wasser direkt in solche Bereiche gelangt.

Auch der Garten kann Wasser aufnehmen

Rasenflächen, Beete, Heckenbereiche und andere unversiegelte Flächen können einen Teil des Niederschlags aufnehmen.

Ein lebendiger Boden mit Pflanzen und guter Bodenstruktur kann Wasser häufig besser speichern als stark verdichtete Flächen.

Damit verbindet sich Starkregenvorsorge unmittelbar mit der Gestaltung des eigenen Gartens. Garten als Lebensraum – Grünflächen vielfältig gestalten →

Mehrere kleine Maßnahmen können zusammenwirken

Eine einzelne Maßnahme wird ein Grundstück nicht gegen jedes Starkregenereignis schützen.

Interessant wird es oft durch die Kombination verschiedener Möglichkeiten: eine weniger versiegelte Hoffläche, eine kleine Mulde im Garten, eine Zisterne, sinnvoll geplante Überläufe und ein genauer Blick auf tiefer liegende Gebäudeteile.

So kann Regenwasser an mehreren Stellen gebremst, aufgenommen oder gespeichert werden.

Das Grundstück bei Regen beobachten

Ein kräftiger Regenschauer kann manchmal mehr über das eigene Grundstück zeigen als jeder Lageplan.

Wo entstehen kleine Wasserläufe? Wo bilden sich Pfützen? Wo verschwindet das Wasser schnell und wo bleibt es lange stehen?

Solche Beobachtungen können helfen, mögliche Schwachstellen zu erkennen und anschließend zu überlegen, ob Veränderungen sinnvoll sind.

Regenwasser wird dann zum Problem, wenn es keinen Platz findet. Manchmal beginnt Vorsorge deshalb einfach damit, dem Wasser wieder etwas Raum zu geben.

Vor größeren Veränderungen informieren

Bei größeren Zisternen, Versickerungsanlagen oder Veränderungen an der Entwässerung können technische oder rechtliche Vorgaben eine Rolle spielen.

Auch Bodenverhältnisse, Grundwasserstände und die Lage von Gebäuden sollten berücksichtigt werden.

Wer größere Maßnahmen plant, kann sich deshalb vorher bei der zuständigen Verwaltung oder bei einem Fachbetrieb informieren.

Wissen nutzen - Landleben gestalten

Wissen hilft dabei, Zusammenhänge zu verstehen und gute Entscheidungen für den eigenen Alltag und das eigene Umfeld zu treffen. Viele dieser Fragen gehören unmittelbar zum Leben in Sohland am Rotstein - heute und mit Blick auf die Zukunft.

Rubrik Haus & Grundstück

Rund um Haus und Grundstück entstehen viele Fragen, die gerade auf dem Land zum Alltag gehören. Wir sammeln verständliche Informationen zu Eigentum, Pflege, Sanierung, Energie und wichtigen Regelungen.← Zurück zu Haus & Grundstück

Wissen nutzen - Landleben gestalten

Wissen hilft dabei, Zusammenhänge zu verstehen und gute Entscheidungen für den eigenen Alltag und das eigene Umfeld zu treffen. Viele dieser Fragen gehören unmittelbar zum Leben in Sohland am Rotstein - heute und mit Blick auf die Zukunft.

Wissen fürs Landleben

Weitere Themen entdecken

Praktisches Wissen, Hintergründe und Zusammenhänge rund um das Leben auf dem Land – verständlich erklärt und mit Blick auf unsere Region.

Zur Wissensübersicht →
Landleben

Dorfentwicklung

Alltag, Gemeinschaft und Lebensqualität – erfahren Sie mehr darüber, was das Landleben in Sohland ausmacht.

Landleben ansehen →
Sohland am Rotstein

Unser Ort

Lernen Sie Sohland am Rotstein, seine Besonderheiten, seine Geschichte und das Leben zwischen Rotstein und Oberlausitz kennen.

Sohland kennenlernen →

Diese Seite teilen via:
Facebook | Telegram | Whatsapp